____________ Karl Heinz Mathony ____________
»Die Sehnsucht lebt!«

Wo bist du?
Allein auf der Straße des Lebens gehn,
ohne Ziel, wie die Winde wehn.
Der Weg endlos am Horizont erscheint,
dort, wo der Himmel sich mit der Erde vereint.
Mit schweren Schritten der Zukunft entgegen,
dem Schrei der Sehnsucht hoffnungslos erlegen.
Erschöpft die Kräfte schleichend schwinden,
müde die Augen langsam erblinden.
Auf der Suche nach dem Ort meiner Ruh,
wo kann ich dich finden, wo bist du?
Du und ich
Du bist die Sonne und ich der Mond,
du bist das Licht und ich der Schatten,
du bist der Anfang und ich das Ende,
du bist du und ich bin ich.
Doch ohne die Sonne gibt es keinen Mond,
ohne Licht gibt es keinen Schatten,
ohne Anfang gibt es kein Ende
und ohne dich gibt es kein mich!
Bisher vergebens
Einsam am Strand des Meeres stehn,
flehend die Augen in die Ferne sehn.
Leise die Melodien der Liebe erklingen,
still die Tränen der Sehnsucht sie bringen.
Schwerelos ein Schiff am Horizont vorüberfährt,
pulsierend die Hoffnung in meinem Herzen gärt.
Langsam eine Welle die Aussicht glättet,
verzweifelt mein Traum sich in die Zukunft rettet.
Wo ist das Rettungsboot meines Lebens,
ich warte auf dich, bisher vergebens.
Du bist da!
Ein Erlösungsschrei lautlos Raum und Zeit durchdringt,
als ob die Urgewalt einen Vulkan zum Bersten bringt.
Niemand kann es wohl jemals verstehn,
die Erleichterung lässt mich nun die Wahrheit gestehn.
Ich kann es immer noch nicht fassen,
das Schicksal hat mich dich finden lassen.
Die Sehnsucht meines Lebens ist mir jetzt so nah,
ich liebe dich, endlich bist du da!
Eine Träne für die Erinnerung
Eine Träne auf der Straße der Einsamkeit,
geboren durch die Sehnsucht in Traurigkeit.
Meine Gedanken suchen die Erinnerung,
die Wunden meines Herzens flehen nach Linderung.
Das Vergangene umhüllt die Sinne meiner Augen,
mein Wille versucht es nicht zu erlauben.
Und doch zeigt es ein Bild von dir,
warum bist du immer noch in mir.
Dein Dasein gab mir Geborgenheit,
deine Worte erweckten innige Verbundenheit.
Mein Vertrauen wurde begründet durch dein Wesen,
meine Liebe zu dir war besonders erlesen.
Dein Mund erweckte eine nie gekannte Leidenschaft,
dein Glück war der Wunsch meiner Partnerschaft.
Mein Körper spürt noch die Hände deiner Zärtlichkeit,
meine Seele war erfüllt durch deine Herzlichkeit.
Eine Zukunft mit dir war die Droge meines Lebens
und doch war alles vergebens.
Nichts ist von all dem geblieben,
deine Worte waren wie dein Lieben.
Sie sind vergänglich wie das Leben,
nur eine Träne für die Erinnerung ist mir gegeben.
Ein Traum in der Stille der Nacht
Stechend der Wind vorüberweht,
glühend die Sonne am Himmel steht.
Endlos die Wüste kahl erscheint,
schrill die Leere klagend weint.
Hinter Sanddünen tief verborgen,
eine Oase fürs Leben ohne Sorgen.
Fröhlich die Vögel vor sich singen,
glücklich die Tiere über Sträucher springen.
Himmelblau das Wasser im See,
umringt von Palmen und von Klee.
Auf den Wiesen die Blumen erblühen,
ein Paradies auf Erden ohne Mühen.
Dort steht umhüllt von grünen Moosen,
die bezauberndste von allen roten Rosen.
Und als ich am Morgen erwachen konnte,
wusste ich, was dieser Traum mir sagen wollte.
Es ward mir, als sei die Wüste das Leben,
ich habe dich gesucht auf all meinen Wegen.
Die Oase meiner Sehnsucht ist deine Nähe und dein Lieben,
mein Verlangen nach dir ist in meinem Herzen geblieben.
Das Kostbarste, was ich habe je gefunden,
bist du, die blühende Rose in Liebe versunken.
Die Wirklichkeit hat mich zu dir gebracht,
du bist mein Traum in der Stille der Nacht.
Wenn ein Stern vom Himmel auf die Erde fällt …
Wenn nach Tagen mit Sonnenschein
du dich fühlst so grenzenlos allein.
Wenn auch alles in Scherben liegt
und das Glück im Moor versiegt.
dann geh abends hinaus, wenn der Himmel erblüht unter seiner Sternenpracht.
Glaub mir, ich bin nicht aufgelegt zu Scherzen,
so wünsche ich mir von ganzem Herzen,
dass in dieser Nacht ein Stern vom Himmel auf die Erde fällt,
der sich für immer, immer zu dir gesellt.
Der dir Mut und Kraft gibt in jeder Lage,
der dir zuhört, vertraut und nie versage.
Der zu dir hält in guten wie auch in schlechten Zeiten,
der dir bietet seine ganze Liebe und Zärtlichkeiten.
Der dich tröstet und deine Hand festhält,
der dich liebt und dich für immer behält.
Der glücklich wird, wenn dein Lächeln wieder wie die Sonne scheint,
der froh ist, wenn diese Liebe sich für immer vereint.
Und solltest du irgendwann vor der Zukunft Angst haben,
dann lass mich bitte dir nun Folgendes sagen:
Geh hinaus und schau in die Nacht,
bis dein innigster Wunsch in dir erwacht.
Denn wenn die Sehnsucht seinen Namen nennt
und wenn es deine Liebe erkennt.
Und wenn ein Stern vom Himmel auf die Erde fällt,
dann wirst du sehen, wie deine Angst zerfällt.
Dann verspreche ich diesem Stern meinen ewigen Dank,
dass du immer sitzest auf einer goldenen Glücksbank.
Alles Gute zu deinem neuen Lebensjahr,
damit jeder Wunsch werde für dich wahr.
Denn dass du geboren bist auf dieser Welt,
dafür jeder sich freut, Gott vergelt’s.
Und falls es mal nicht so läuft, wie du es dir hast vorgestellt,
so bitte ich, dass für dich ein Stern vom Himmel auf die Erde fällt.
Sehnsucht
Ich sehe dich noch vor mir an einem wunderschönen Tag
und ich deiner Schönheit für immer gewollt erlag.
Der Glanz deiner Augen, wie die Sterne in der Nacht,
hat in meinem Herzen die wahre Liebe entfacht.
Das Lachen deines Mundes, wie die Sonne am Horizont erscheint,
hat meine Träume für immer mit dir vereint.
Die Schönheit deines Körpers, wie von Göttern erdacht,
hat mein Verlangen zu dir grenzenlos gemacht.
Die Zärtlichkeit deiner Hände, wie die Winde sachte wehn,
hat meine Empfindungen umhüllt, sodass sie nie vergehn.
Die Wärme deines Wesens, wie ein glühendes Feuer brennt,
hat den Wunsch nach Treue, wie nur die Liebe sie kennt.
Die Worte deiner Sprache, wie Musik sie klingen in mir,
haben ein unermessliches Vertrauen bewirkt im Inneren zu dir.
Die Wege unseres Lebens, wie glücklich es auch war,
haben sich getrennt in Liebe, weil das Schicksal es so vorsah.
Der Wunsch meiner Gedanken, wie die Sehnsucht es gefunden,
hat meine Zukunft in Ewigkeit mit dir verbunden.
Ich kann dich nicht vergessen, was immer ich auch tu,
in all meinen Wünschen und Träumen bist immer nur du.
»Danke«
Wie oft saß ich in einem sinkenden Boot,
wusste weder ein noch aus in meiner Not.
Wie oft verlor ich den Lebensmut,
versank in einer reißenden Tränenflut.
Wie oft wurde mein Vertrauen erbarmungslos zerpflügt,
als ob die Enttäuschung nicht schon genügt.
Wie oft stand ich am Abgrund der Tiefe,
verlor den Glauben an die Stärke der Liebe.
Wie oft stand ich vor einer verschlossenen Tür,
das vergebliche Öffnen wurde zu einer Lebenskür.
Wie oft glaubte ich einen Weg zu wissen,
doch der Irrgarten ließ mich nicht lange missen.
Als auch noch die Hoffnung sich begraben wollte
und die Hilflosigkeit meine Augen erblinden sollte.
Ein letzter Rat mir die müde Seele gab,
mit schweren Schritten ich diesen Weg antrat.
Lange habe ich dich in deinem Hause gemieden,
das Leben hat doch alles andere als dich beschrieben.
Die Ruhe und Stille, die dort nichts unterbricht,
wird umhüllt von leuchtendem Kerzenlicht.
Ängstlich kniete ich vor deinem Angesicht nieder,
flehte und flehte immer, immer wieder.
Gegrüßest seist du, Maria, voll der Gnaden,
bitte hilf mir an meiner Sehnsucht zu erlaben.
Oft bin ich zu dir zurückgekommen,
von Tag zu Tag wurde mir die Angst genommen.
Ich fühlte mich dir so unendlich nah,
dieses Kribbeln ließ mich erkennen, du bist da.
Die Wärme deines Anblicks hatte mein Herz umschlossen,
die Geborgenheit bei dir habe ich wahrlich genossen.
Der Glaube, den ich bei dir wiederfand,
zeigte mir den Weg ins Hoffnungsland.
Der Glaube an dich ist niemals vergebens,
ich fand durch dich die Sehnsucht meines Lebens.
Nun schau ich dir heute wieder ins Gesicht,
danke!, drum schrieb ich dir dieses Gedicht.
Jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei:
Am größten unter ihnen ist die Liebe. (1 Kor 13,13)

