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kugelschreiber
wolf

ETLÓN
Dämonen – Epiphanien
Eine lyrisch dramatische Revue
2006.
112 Seiten.
Paperback.
€ 9,80 (D). SFr 18,50.
ISBN 978-3-89950-163-6.

Die hier in diesem Band versammelten Gedichte sind lyrische bzw. lyrisierende Reflexe auf zumeist auch lyrische Texte und ihre Verfasser oder Verfasse- rinnen. Das rein Mimetische als parodistische Imitation spielt dabei kaum eine Rolle. Es geht vielmehr darum, den durch die Begegnung mit dem fremden Text ausgelösten geistigen Fermentierungsprozess, d. h. die synthetisierende Verwendung der vorhandenen Kreativitätspotentiale sinnfällig auszudrücken und zu gestalten. Der ganze Reigen, der eine gewisse zyklisierende Tendenz entwickelt, beginnt in der alten Zeit, beginnt also mit dem »Stimmenimitator« – und endet beim »lyrischen Ich« im Hier und Jetzt. Der vorgelegte Zyklus ist mithin ein Paradigma für die Weisen einer produktiven Rezeption, in der naturgemäß sowohl eine Form der Wirkungsgeschichte von überlieferten Texten und deren Autor(inn)en erkennbar wird, wie auch die schöpferische Substanz dieser Sprachgebilde und die freigesetzten kreativen Deutungsmöglichkeiten.

Über den Autor:

E T L Ó N, nomen inversum für
N O L T E, Konrad-Andreas, kein Pseudonym, sondern symbolisch gemeinte Umkehrung des bürgerlichen Namens. Geboren im Ruhrgebiet während der Auftaktphase des Zweiten Weltkrieges 1940. Kindheit teils in einem Eifeldorf, teils in der zerbombten Großstadt; schulisch ein Spätentwickler wegen der Kriegs- und Nachkriegs-deformationen. Mit 14 dann der verordnete Umerziehungsschock, auf den ein lang anhaltender Generationenbruch folgte. Schwere Krise! Allmähliche Identitätsfindung am Ende der Gymnasialzeit (Einfluss von Literatur und Laienspiel). Nach dem Abitur Dienst »beim Barras« und zwar nolens volens mit Widersprüchen. Hier dann der Ausbruch der Schreibsyndromatik, periodisch bis heute anhaltend. Nach dem Wehrdienst Sprach- und Literaturstudien, schließlich nach dem Staatsexamen als Gymnasiallehrer tätig (Deutsch/ Latein/Altgriechisch), seit 1978 als Studiendirektor bis zur Pensionierung im Jahre 2002.